Die Tradition des Krippenspiels
Vielleicht
haben Sie Interesse,
mehr über die christliche Tradition der Krippe zu erfahren,
die
seit zweitausend Jahren einen starken Reiz ausübt.
Warum feiern wir Weihnachten am 25.
Dezember?
Die weihnachtliche Tradition von
400 bis 1200
Franz von Assisi und die Darstellung
der Geburt Christi
L'iconografia del presepio
I Sacri Monti
Die neapolitanische Weihnachtskrippe
Das Dreikönigsfest
Die weihnachtskrippe in der kunst
Erfahren Sie mehr
Die vielen Krippen, die zu sehen sind
Die Krippe unseres
Gedächtnisses
Bibliographie
Warum
feiern wir Weihnachten am 25. Dezember?
Wenige Jahren nachdem Kaiser
Konstantin den
Christen im Jahre 313 die freie Religionsausübung
gewährte,
entschied Julius I. (Papst von 337 bis 352) Weihnachten am 25. Dezember
zu feiern. Dieses Datum ist nicht durch Zufall der Tag, an dem die
Heiden die Wintersonnenwende mit große Festen und Festmahlen
feiern. Aber die Feierlichkeiten für die Zeit nach dem die
Tage
länger werden sind älteren Ursprungs: Wahrscheinlich
feierte
man schon im alten Ägypten den Gott der Sonne: den so genannte
Gott Ra. Auch Lukas sagt etwas über die Sonne und ihr Licht in
seinem Evangelium: “Durch die herzliche Barmherzigkeit
unseres
Gottes, mit der uns der Aufgang aus der Höhe besucht hat, um
denen
zu leuchten, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, und unsere
Füße zu richten auf den Weg des Friedens." (Lk
1,78-79) Auch
die Väter der Kirche nannten Christus „Sonne der
Gerechtigkeit“. Es ist also klarer Wille der Kirche einen
heidnischen Feiertag durch einen christlichen zu ersetzen. Im Jahre 380
wurde der 25. Dezember auch von der östlichen Kirche
akzeptiert.
Die
weihnachtliche Tradition von 400 bis 1200
Zwischen 432 und 440 brachte Papst
Sisto III. die
Fragmente der "Santa Culla" (heiliges Kindbett) Bethlehems nach Rom in
die Basilica Liberiana, die daher Maria geweiht wurde, die nach dem
Konzil von Ephesos in Jahre 431 als wahre Mutter Gottes bezeichnet
wurde. Die Basilika erhielt deshalb den Namen Santa Maria Maggiore. In
dieser Kirche entwickelte sich die Tradition der Mitternachtsmesse zu
Weihnachten, man übernahm den entsprechenden Brauch aus
Bethlehem.
Seit dem 8. Jahrhundert wurden die Geburt und die Auferstehung Christi
durch heilige Darstellungen in Kostümen
repräsentiert, wie
sie in den Evangelien beschrieben werden. Sie waren erst in den Kirchen
zu sehen und danach auf den Plätzen und auch in den
Städten,
um schliesslich das ganze Volk einzubeziehen. Die Religiosität
dieser Darstellungen wurde Schritt für Schritt vergessen, so
dass
Mönche und Pfarrer von den Kanzeln gegen diese
Vulgarisierungen
wetterten. Das machte auch Innozenz III. (Kardinal Giovanni Lotario,
Papst von 1198 bis 1216): Er verbat solche Darstellungen.
Franz
von Assisi und die Darstellung der Geburt Christi
Der 24. Dezember 1223 ist ein
wichtiges Datum
für die Tradition der Krippe. Franz von Assisi kam nach
Greccio
(RI) mit seinem unzertrennlichen Mönch Leone und bat Onorio
III.
(Kardinal Cencio Savelle, Papst von 1216 bis 1227) um eine Ausnahme von
dem Verbot von Innozenz III. . Er bekam die Ausnahme Dank der Hilfe von
Giovanni Velita, einem großzügigem
Ortsmächtigen, der
ihm ausserdem Tiere, Stroh und Krippen gab. Als die Glocken in der
Nacht des Heiligabends schlugen, wurden die Bürger von Greccio
in
einer Grotte zusammengerufen, in der Franz die Geburt des Retters
darstellen wollte. Die Einwohner kamen zu Pferde, auf Eseln und zu
Fuß und unbewusst wurden sie die Schäfer der
heiligen
Zeremonie. In der Grotte hielt der Kardinal Ugolino, Graf von Segni,
die Messe mit den Tieren und den stillen, andächtigen Leuten.
Man
erzählt sich, dass Franziskus für einen Moment
während
der Messe das Jesuskind in seinen Armen sah, als ob es wahrhaftig
anwesend sein würde, so wie es auch einige Zeugen gesehen
haben.
Franz von Assisi starb zwei Jahre später, ohne dass diese
Feier
jemals wiederholt wurde. Nach Franz' Beispiel machten die
Franziskanermönche die Tradition der Krippe bekannt. Deswegen
ist
Franz von Assisi seit 1986 universeller Patron der Krippe. Die Episode
von Greccio wurde auch in einem Fresko von Giotto dargestellt. Das
Fresko ist ein Teil des grossen Zyklus über den heiligen Franz
in
der Basilika von Assisi (PG). Nach Giottos Beispiel wählten
viele
Maler die Krippenszene zum Thema ihrer Werke.
L'iconografia
del presepio
Va sottolineato che l'ambientazione
del presepio,
com'è stata presentata nei secoli e come è giunta
sino a
noi, derivò dai vangeli apocrifi perché nei
vangeli
ufficiali non erano citati particolari dettagli. La presenza del bue e
dell'asino, ad esempio, ebbe origine dal cosiddetto protovangelo di
Giacomo. Anche il numero dei Magi fu piuttosto controverso. Fu
definitivamente stabilito in tre, come i doni da loro offerti, da un
decreto papale di Leone I Magno (papa dal 440 al 461, fu colui che a
Peschiera incontrò e fermò Attila, il re degli
Unni,
intenzionato a conquistare e saccheggiare Roma), mentre prima di allora
oscillava fra due e dodici.
Una delle più significative rappresentazioni, forse
addirittur?????ia la più antica d'Italia, si deve ad Arnolfo
di
Cambio che nel 1289 realizzò le figure da mettere accanto
alle
reliquie della culla di Gesù in Santa Maria Maggiore a Roma.
Presepi primordiali sono segnalati nel 1324 nella cappella di casa
Alagni ad Amalfi (SA) e nel 1370 nella dimora del nobile Vermerio di
Limburgo, nei Paesi Bassi; probabilmente piccoli santuari eretti per
custodire qualche immagine della Natività.
L'iconografia del presepio ebbe un impulso nel Quattrocento grazie ad
alcuni grandi maestri della pittura: il Botticelli nell'Adorazione dei
Magi (Firenze, Galleria degli Uffizi) raffigurò personaggi
della
famiglia Medici. Nel Quattrocento anche Luca e Andrea Della Robbia si
cimentarono con le loro terrecotte in scene della Natività:
per
tutte valga quella del convento della Verna (AR). Un'altra terracotta
robbiana, con sfondo affrescato da Benozzo Gozzoli, si trova nel duomo
di Volterra (PI) e rappresenta i pastori e il corteo dei Magi.
Ben presto questo tipo di simbolismo fu ampiamente recepito a tutti i
livelli, soprattutto all'interno delle famiglie, per le quali la
rappresentazione della nascita di Gesù, con le statuine ed
elementi tratti dall'ambiente naturale, diventò un rito
irrinunciabile. Il presepio si affermò in tutto il mondo
cristiano, soprattutto in Italia (in Toscana, a Napoli, in Sicilia e
nel nord grazie ai Sacri Monti), tanto da assumere ben presto la
connotazione di un'arte "minore".
I
Sacri Monti
Nel 1482 il milanese padre Bernardino
Caimi
rientrò in patria dopo un lungo soggiorno in Palestina
dov'era
stato custode dei luoghi santi. Gli affidarono la comunità
di
Varallo Sesia (VC). Bernardino aveva però un sogno:
riprodurre
attorno ad una statua della Madonna che aveva portato dalla Terra Santa
i luoghi più significativi della vita di Gesù.
?????i
Nacque così il Sacro Monte di Varallo. Gaudenzio Ferrari
ebbe il
compito di realizzare in terracotta le statue per le scene, tra cui
anche quella della Nascita.
Come a Varallo, anche a Varese fu realizzato un Sacro Monte. L'idea fu
del frate cappuccino Gian Battista Aguggiari di Monza, che dal suo
convento di Casbeno saliva due volte la settimana al convento delle
suore presso la chiesa di Santa Maria del Monte per le mansioni del suo
ministero. I lavori, iniziati nel dicembre 1604 sotto la direzione di
Giuseppe Bernascone, detto il Mancino, furono completati solo nel 1680.
La terza delle quindici cappelle del rosario fu dedicata al presepio.
Le statue di questa cappella sono attribuite a Martino Retti di
Viganello.
Per rimanere in Lombardia è da ricordare il presepio
intagliato
nel legno, datato 1480, opera di Giovanni De Lupis, custodito nella
parrocchiale di Rivolta d'Adda (BG). Di poco successiva è la
composizione lignea datata 1490, che si trova nella basilica di San
Lorenzo a Mortara (PV), attribuita a Lorenzo di Mortara.
A Milano nella chiesa di San Marco è visibile il presepio
settecentesco di Francesco Landonio con figure realizzate,
anziché in legno o in terracotta, con cartone da dipingere e
da
ritagliare.
Il Concilio di Trento, conclusosi nel 1563, stabilì norme
precise sul culto dei santi e delle reliquie, favorendo così
la
diffusione del presepio quale espressione della religiosità
popolare.
Die
neapolitanische Weihnachtskrippe
Unter den verschiedenen
Weihnachtstraditionen, der sich wohl die italienischen Regionen
rühmen dürfen, soll man sich bei der neapolitanischen
Tradition aufhalten, die in die Weihnachtskrippe – sowie in
die lokale Kultur - die brisante Phantasie des parthenopeischen Volkes
besonders glänzend versetzt hat.
1507 behaute Pietro Belverte 28 Krippenfiguren für die
Mönche von San Domenico Maggiore. Zum ersten Mal wurde die
Krippe in einer Grube mit Steinen – wahrscheinlich aus
Palästina – aufgebaut, und dazu wurde auch eine
Taverne hingefügt.
Das 16. Jh. registrierte einige Neuigkeiten: Domenico Impicciati gilt
als erster, der zum privaten Zweck Figuren aus Terrakotta formte. Eine
zweite Neuigkeit bestand in einer Figur, die den Auftraggeber, den
adeligen Matteo Mastrogiudice aus dem aragonischen Hof, darstellte.
1534 kam Gaetano da Thiene (Venedig) in Neapel. Er hatte schon die
Krippe in Santa Maria Maggiore in Rom tief bewundert und gepriesen. Die
Kapazität und Meisterschaft Gaetanos trugen dabei, die
Weihnachtskrippe in Neapel weiterhin noch populärer und
bekannter zu machen. Sehr hoch geschätzt wurde zum Beispiel
seine Installation im „Ospedale degli Incurabili“.
Die barocke Krippe schreibt man den skolopischen Priestern in den 20er
Jahren der 1700 zu. Die Figurchen wurden durch Holzgliederpuppen mit
Kleidung ersetzt - oder nur mit bunten Stoffen bekleidet. Die ersten
Exemplare waren menschengroß und nur allmählich
wurde ihre Grosse bis zu 70 cm reduziert. Die berühmteste
Krippe wurde von den Skolopen für die neapolitanische Herzogin
geschöpft. Jedes Jahr wurde die Krippe von der skolopischen
Kirche zu Weihnachten auf- und ausgebaut: das war schon etwas Neues,
denn bisher blieben Krippen einfach fest und waren das ganze Jahr durch
zu sehen.
Dank Michele Perrone (1640) bewahrten die Puppen nur Kopf und Gelenke
aus Holz; der Rest, die Basis, bestand aus einem umflochten Eisendraht,
dank der die Figuren plastischere Positionen annehmen konnten.
Gegen Ende des 17. Jhs übernahm die neapolitanische Krippe
eine gewisse Theatralik sowie die Tendenz, das Heilige mit dem Profanen
zu mischen, um den Alltag in den Strassen, Plätze, in den
„vie“ und „vicoli“ (kleine
Buden) darzustellen. Daher tauchten in der Krippe Figuren wie Zwerge,
Frauen mit dem Kropf, Schlampen, Schankwirte, Wirte, Schuhmacher auf:
jene einfache Leute, die Demütigen und die Verlassenen, unter
denen Jesus geboren war.
Noch bedeutend war die Benutzung von Resten griechischer und
romanischer Tempeln, was den Triumph des auf den Ruinen des Heidentums
aufgebauten Christentums unterstreichen sollte.
Im 18.Jh. erlebte die neapolitanische Krippe ihre goldene Zeit, ging
aus den Kirchen aus, wo sie das Objekt der religiösen
Ergebenheit war, um in die Paläste der Adel einzugehen. Adlige
und Bürgerliche wetteiferten darin, köstliche und
wertvolle Szenen und Buhnenbilder einrichten zu lassen.
Giuseppe Sanmartino, vielleicht der wichtigste neapolitanischer
Bildhauer im 18. Jh. - der außerdem ganz geschickt war,
Figuren aus Terrakotta zu modellieren - gründete eine Schule
für Krippenkünstler. Das Ergebnis solcher Schulkunst
waren eben jene Figurchen, die wir jedes Jahr benutzen, um die
statische Szene der Krippe zu beleben. Diese Statik ruft noch einmal
das Evangelium Jacobs hervor, wo es geschrieben ist, im Moment der
Geburt Christi fälle die Welt in Ruhe und Still.
Man sagt, die Krippenschöpfung gehöre zu den niederen
Künsten, aber zahlreiche Künstler (Figurinenzeichner,
Schneider, Keramiker, Goldschmiede) die unbekannt und von der
offiziellen Kritik nicht geschätzt worden sind, bildeten ja
eine wahre Schule. Jene Künstler ließen Spuren in
der Toponomastik in Neapel (z.B. Bude der Figurinenzeichner); die
ärmeren wurden „Forcellisti“ benannt, nach
dem Namen von Forcella, dem volkstümlichen Stadtteil, wo sie
ihre Kunst ausübten.
Noch heute mischt die neapolitanische Krippe die Figuren der Heiligen
Nacht mit denen aus anderen Geschichten oder aus der
Aktualität: die Krippe gilt immer noch als ein Spiegel der
Welt.
Das
Dreikönigsfest
Neben dem Weihnachtskrippenspiel,
interessierte sich der Volksbrauch auch für das
Dreikönigsfest
Bei der Volkstradition wurde das Fest als die prächtige
Erinnerung
der Kindesverehrung der Drei Koenige anerkannt, die bei ihrer Reise zum
Kinde durch das Stern begleitet wurden.
Nach der christlichen Tradition kämen die Könige aus
Osten.
Wie schon geschrieben wurde Ihre Zahl vom Papst Leone I Magno
festgestellt; die Namen Kaspar, Melkior und Balthazar sollen auf das IX
Jahrhundert zurückgehen.
Die Legende erzählt, im Jahr 313 habe die Heilige Helene,
Mutter
des Kaisers Konstantin, die Leichen der Könige gefunden und
dem
Bischof von Mailand Eustorgio anvertraut.
Der Umzug der wertvollen Reliquien sei mit einem durch einige Ochsen
und einen Wolf getragenen Wagen vollzogen worden. Nach vielen Jahren
und verschiedenen Wechselfällen kamen die Leichen in Mailand
in
der Kirche von Heiligem Eustorgio an und da ruhten sie 8 Jahrhunderte
lang.
Als Friedrich Rotbart 1162 in Italien ankam, befiehl er seinem Kanzler,
dem Erzbischof Von Reinald Dassel, diese Reliquien ins Kriegsraub
einzuschließen. Die Leichen der biblischen Reisenden wurden
dann
seither in Deutschland, in Köln, aufbewahrt.
1903 kam ein Stuck der Reliquien in die Hauptstadt der Lombardei
zurück; das wurde dank den freundlichen Verhältnissen
zwischen dem Mailänder Erzbischof Kardinal Ferrari und dem
Kölnischen Kardinal Fischer möglich.
Eine andere Legende aus der Stadt Varese, erzählt, im Laufen
des
Umzuges der Reliquien nach Deutschland, seien sie durch die Stadt Busto
Arsizio, durch die Burg Savigo, durchgefahren. Hier widmeten ihnen die
Stadtbewohner ein Tor, das aber im 1880 niedergeschlagen wurde.
Noch heute werden diese Vorgänge mit einem Fest gepriesen und
ein
Freudenfeuer wird in der Burg Savigo angemacht. Am Tag danach findet
dann eine Kostüm-Parade zur Erinnerung der
Königsreise nach
Betlehm und die Leichenverlegung nach Köln statt.
Die Verehrung der Drei Koeigen in der Orschaft von Busto Arsizio ist
mit dem Stadtleben eng verbunden. 1407 wollte der Feldherr Ottobone III
die Stadt Busto Arsizio erwerben. Nach der Angewohnheit jenes
Zeitalters, sprachen die Stadtkonsule und Einwohner so ein Verprechen
aus, sie wuerden das Königsfest besonders prächtig
feiern,
wenn die Drei Könige die Stadt vor dieser Gefahr
schützen
würden. Der Überfall wurde plötzlich
aufgehoben, da der
Feldherr – ohne einen klaren Grund - seine Truppen weg
schickte.
Im Februar 1408 wurde Busto Arsizio durch eine neue Gefahr bedroht:
Facino Cane, ein Feldherr,unter der Familie Visconti, glaubte, er
könne die die Stadt Busto Arsizio erwerben und daher die ganze
Gegend von Seprio beherrschen Nach der Legende seien die Drei
Königen bei Facino Cane bedrohend erschienen, hätten
ihn zum
Rücktritt gezwungen und die Stadt vor dessen Überfall
und
Plünderung erspart.
Die
weihnachtskrippe in der kunst
Schon an den
Anfängen des
Christentums versuchte man, einem weiterem Publikum Episoden des Lebens
Christi verständlich und umgänglich zu machen, und zu
diesem
Zweck wurden meinst die Malerei und die Fresken als treffende
Darstellungsmittel gebraucht. Eine der meist gebrauchten Episoden war
die Anbetung der Heiligen drei Könige.
1525 fing Bernardino Luini einen Zyklus Fresken mit einer Anbetung der
drei Könige in einer Bergenlandschaft bei der Wallfahrtkirche
von
der Beata Vergine dei Miracoli in Saronno an zu malen, und dann
führte er auch noch eine weitere Anbetung der drei Koenigen
und
der Schäfern im Dom von Como durch.
Beide Werke gehörten zur Türflügeln der
Kirche von
Sant'Abbondio, eben im Como Dom, die Bernardino Luini 1514 schon
geschafft hatte.
Man muss aber auch die Fresken in Santa Maria Foris Portas in
Castelseprio in Betracht nehmen. Die dargestellten Episoden stammen aus
dem 9 Jh. und wurden durch den apokryphen Evangelien (Protoevangelium
von Jakob und Evangelium pseudo- Matthias) inspiriert. In Maria Foris
Portas kann man auch eine Anbetung vom 15. Jh. bewundern. Das Fresko
wurde 1934 von der Kirche weggenommen und seitdem wird es in der Kirche
von San Martino in Carnago bewahrt.
Eine Christi Geburt und eine Anbetung der drei heiligen Könige
mit
exotischen Tieren - von Giovan Paolo Lomazzo - befinden sich in der
Kirche Santa Maria la Nova in Caronno Pertusella.
Noch weitere Fresken mit der Drei Könige Anbetung sind in
Santa
Maria di Piazza in Busto Arsizio (von Giovan Battista della Ceva,
ungefaehr vom Jahr 1542) und in der Kirche Santa Croce in Gazzada zu
finden. Die letzte stammt aber aus dem Oratorium von San Bernardino.
DAs Werk wurde am Anfang des 16. Jhs von Francesco De Tatti
durchgefuehrt.
Noch zu erwähnen ist ein Fresko einer Anbetung in der Kirche
San
Giacomo in Gerenzano, das ein mailändischer Maler um die 20er
Jahre des 16 Jhs. gemalt hatte. In der selben Kirche ist eine Marias
Verkündigung, die wegen ihrer Position auf den Knien, ihrer
Hände, der Neigung des Kopfes und der Details ihres Haars, die
Madonna zwischen den Heiligen Sebastian und Rocco in der Kirche San
Michele in Venegono Inferiore stark hervorruft (Wand rechts).
Das Luenettenbild über dem Eintrittsportal in San Michele
schildert eine Drei Könige Anbetung, die wahrscheinlich von
einem
unbedeutenden Autoren gemalt worden war; es ist aber doch für
die
Leute in Venegono besonders bei dem Dreikönigsfest sehr
bedeutend.
Erfahren Sie mehr
Um weitere
Informationen über
die Herkunft der Weihnachtskrippe und über die verschiedenen
regionalen Traditionen der italienischen und europäischen
Krippenspiele zu bekommen, können Sie einen Abschnitt der
Dissertation Il turismo religioso minore: i presepi a
Venegono (1960-2000), von E. Bartolomei, hier lesen und downloaden.
Durch diese Schrift von Elisa Bartolomei, die bei der Unviersitaet
Università Cattolica del Sacro Cuore di Milano letzten
Februar
2009 diskustiert worden ist, wird dem Live-Krippenspiel in Venegono
Inferiore einen kulturellen Wert offiziell verliehen.
Die Dissertation analysiert die Geschichte der Krippe von den
Anfängen bis zum heutigen Tag mit detaillierten Referenzen in
Italien und in Europa. Das Interesse konzentriert natürlich
auf
die Krippe in Venegono Superiore (VA) von den Comboniani und auf das
Live-Krippenspiel in Venegono Inferiore (VA).
Die Einleitung stellt das Thema der
wissenschaftlichen Arbeit klar und fest dar: Dieses
Phänomen kann als ein spezifischer Ausdruck des
religiösen
Tourismus angesehen werden, der von der klassischen Auffassung - d.h.
Besuch von Kirchen, Klöstern, Kapellen, heiligen Orten im
Laufen
des Jahres - Distanz nimmt. Denn es geht hier um eine zeitbedingte
Erscheinung, da die Krippe zu Weihnachten zu sehen ist, und um die
Darstellung des Geistes von Weihnachten, der sich eigentlich entzwei
spaltet: einer theatralischer, d.h. dem Live-Krippenspiel in Venegono
Inferiore; und einer anderen in Venegono Superiore, die durch
ausgesuchte Themen die Besucher anspornt, über die Welt und
ihre
Geschehnisse zu überlegen.
Die
vielen Krippen, die zu sehen sind
Wie schon gesehen, die schon
über hundert Jahre alte Krippentradition wird bei dem
landläufigen Volksbrauch
sorgfältig aufbewahrt. Viele sind die Initiativen zur
Erinnerung der Geburt
Christi und unter denen, mehrere sind in unserer Gegend zu besuchen.
Ein der größten Krippen-Museen befindet sich in der
Lombardei, in Brembo di
Dalmine (BG), und wurde von Don Giacomo Piazzoli gegründet.
Unter den vielen Assoziationen der Krippenbewunderer ist die in
Groppello
d'Adda (Brescia) zu erwähnen. In Piemont muss man auch die
Krippendauerausstellung bei dem Dom in Oropa (Biella) sehen.
In Albusciago di Sumirago hat der damalige Pfarrer Adelio Pedeli
81964-1967) ein Krippenmuseum gegründet, mit über 300
Exemplaren aus der ganzen
Welt. In unserer Gegend ist auch die Krippe bei den Missionari
Comboniani in
Venegono Superiore seit 50 Jahren berühmt. Bei ihren Krippen
werden meist
soziale Probleme, insbesondere bei der Dritten Welt, dargestellt.
Sehenswürdig ist auch die Krippe in Laveno: 43 Steinfiguren
aus Vicenza werden
auf die Unterseite des Lago Maggiore von Tauchern gelegt und besonders
berührend ist die Positionierung der Statue des Kindes zu
Weihnachten.
Seit 1979 wird in Vinago
di Mornago noch eine andere „Live-Darstellung“
organisiert, wobei eine Gruppe von
120 bis 500 Einwohnern ihre Bilder und Zeichnungen zum Thema
Weihnachten
ausstellen.
Auch in Bedero Valtravaglia findet ein Live-Krippenspiel statt, das die
Schönheit der Gegend und Natur ausnutzt
In Bedero wie in Vinago unterstreichen die Auseinandersetzung und
Hingabe der Beteiligten
die tiefe Bedeutung der Krippe: nicht ganz eine üppige
Vorstellung, sondern die
Nachricht, dass Jesus unter uns als Mensch gekommen ist.
Die
Krippe unseres Gedächtnisses
Die Geschichte der Krippe wurde nicht
nur von berühmten Artisten geschrieben, und besteht nicht nur
aus grossen Ereignissen. Es gibt eine Geschichte, die aus simplen und
bescheidenen Episoden besteht... Es handelt sich um die Krippe, die
jeder von uns pflegt.
Einige von uns, vor allem die Alten, erinnern sich noch daran, als wir
in den Wäldern wanderten, um das weichste Moos zu suchen, den
Stein am ähnlichsten dem Berg zu finden, oder den
krümmsten Baumstumpf zu nehmen, damit wir beziehungsweise die
Wiesen, das Schloss vom König Herodes oder die Hütte
vom Christkind machen konnten.
Neben der Suche des natürlichen Materials für die
Krippe ist die Vielfalt von gewandten Lösungen und
fantasievollen Techniken zur Darstellung der heiligen Geburt:
Höhle und Gebirge aus Gips, Sägemehl für den
Wüstsand, Alu-Folie für Flüsse und Seen.
Jahr nach Jahr bereichert sich die hausgemachte Krippe um farbige
Lichter und kleine Geräte, die die kleinen Krippenfiguren und
die Räder der Mühlen bewegen; ausserdem werden die
Flüsse und Wasserfälle wahr, indem das Wasser durch
kleine Pumpen geleitet wird.
Noch heute werden die Leute, die am meisten zur Tradition gebunden
sind, ihre Krippe ausschliesslich mit Statuen aus Gips oder
Pappmaché ausstatten, wobei sie sagen, die Plastik-Statuen
seien weniger ausdrucksvoll. Man kauft oder baut Häuschen oder
Strukturen und Komplemente (Brücken, Brunnen, Feuer usw.) aus
natürlichen Materialien wie Kork, Rinden oder gewundene
Zweige...
Wir alle denken mit Nostalgie an mindestens eine der Krippen, die wir
als Kind gebaut haben, und es ist vielleicht aus dieser Leidenschaft,
die eine Gruppe von Freiwilligen vor 30 Jahren das Abenteuer begonnen
hat, das wir in den nächsten Seiten erzählen wollen.
Bibliographie
BONDIOLI, Pio, Storia di Busto
Arsizio, Varese, La Tipografica Varese, 1987.
CAPOZZI, M. D., Il Cardinale Andrea C. Ferrari Arcivescovo di Milano,
Milano, Istituto di Propaganda Libraria, 1954.
COTTINI, Paolo, Di Festa in Festa. Sagre e tradizioni popolari nel
Varesotto, Varese, Lativa, 1991.
GARGANO, Pietro, Il Presepio. Otto secoli di storia, arte, tradizione,
Milano, Fenice 2000, 1995.
GREGORI, Mina, Pittura a Como e nel Canton Ticino dal Mille al
Settecento, Milano, Cariplo Cassa di Risparmio delle Provincie Lombarde
S.p.A., 1994.
GREGORI, Mina, Pittura tra Ticino e Olona. Varese e la Lombardia
nord-occidentale, Milano, Cariplo Cassa di Risparmio delle Provincie
Lombarde S.p.A., 1992.