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09 September 2010
 

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Die Tradition des Krippenspiels

Vielleicht haben Sie Interesse, mehr über die christliche Tradition der Krippe zu erfahren, die seit zweitausend Jahren einen starken Reiz ausübt.


Warum feiern wir Weihnachten am 25. Dezember?
Die weihnachtliche Tradition von 400 bis 1200
Franz von Assisi und die Darstellung der Geburt Christi
L'iconografia del presepio
I Sacri Monti
Die neapolitanische Weihnachtskrippe
Das Dreikönigsfest
Die weihnachtskrippe in der kunst
Erfahren Sie mehr
Die vielen Krippen, die zu sehen sind
Die Krippe unseres Gedächtnisses
Bibliographie


Warum feiern wir Weihnachten am 25. Dezember?

Wenige Jahren nachdem Kaiser Konstantin den Christen im Jahre 313 die freie Religionsausübung gewährte, entschied Julius I. (Papst von 337 bis 352) Weihnachten am 25. Dezember zu feiern. Dieses Datum ist nicht durch Zufall der Tag, an dem die Heiden die Wintersonnenwende mit große Festen und Festmahlen feiern. Aber die Feierlichkeiten für die Zeit nach dem die Tage länger werden sind älteren Ursprungs: Wahrscheinlich feierte man schon im alten Ägypten den Gott der Sonne: den so genannte Gott Ra. Auch Lukas sagt etwas über die Sonne und ihr Licht in seinem Evangelium: “Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, mit der uns der Aufgang aus der Höhe besucht hat, um denen zu leuchten, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, und unsere Füße zu richten auf den Weg des Friedens." (Lk 1,78-79) Auch die Väter der Kirche nannten Christus „Sonne der Gerechtigkeit“. Es ist also klarer Wille der Kirche einen heidnischen Feiertag durch einen christlichen zu ersetzen. Im Jahre 380 wurde der 25. Dezember auch von der östlichen Kirche akzeptiert.


Die weihnachtliche Tradition von 400 bis 1200

Zwischen 432 und 440 brachte Papst Sisto III. die Fragmente der "Santa Culla" (heiliges Kindbett) Bethlehems nach Rom in die Basilica Liberiana, die daher Maria geweiht wurde, die nach dem Konzil von Ephesos in Jahre 431 als wahre Mutter Gottes bezeichnet wurde. Die Basilika erhielt deshalb den Namen Santa Maria Maggiore. In dieser Kirche entwickelte sich die Tradition der Mitternachtsmesse zu Weihnachten, man übernahm den entsprechenden Brauch aus Bethlehem. Seit dem 8. Jahrhundert wurden die Geburt und die Auferstehung Christi durch heilige Darstellungen in Kostümen repräsentiert, wie sie in den Evangelien beschrieben werden. Sie waren erst in den Kirchen zu sehen und danach auf den Plätzen und auch in den Städten, um schliesslich das ganze Volk einzubeziehen. Die Religiosität dieser Darstellungen wurde Schritt für Schritt vergessen, so dass Mönche und Pfarrer von den Kanzeln gegen diese Vulgarisierungen wetterten. Das machte auch Innozenz III. (Kardinal Giovanni Lotario, Papst von 1198 bis 1216): Er verbat solche Darstellungen.


Franz von Assisi und die Darstellung der Geburt Christi

Der 24. Dezember 1223 ist ein wichtiges Datum für die Tradition der Krippe. Franz von Assisi kam nach Greccio (RI) mit seinem unzertrennlichen Mönch Leone und bat Onorio III. (Kardinal Cencio Savelle, Papst von 1216 bis 1227) um eine Ausnahme von dem Verbot von Innozenz III. . Er bekam die Ausnahme Dank der Hilfe von Giovanni Velita, einem großzügigem Ortsmächtigen, der ihm ausserdem Tiere, Stroh und Krippen gab. Als die Glocken in der Nacht des Heiligabends schlugen, wurden die Bürger von Greccio in einer Grotte zusammengerufen, in der Franz die Geburt des Retters darstellen wollte. Die Einwohner kamen zu Pferde, auf Eseln und zu Fuß und unbewusst wurden sie die Schäfer der heiligen Zeremonie. In der Grotte hielt der Kardinal Ugolino, Graf von Segni, die Messe mit den Tieren und den stillen, andächtigen Leuten. Man erzählt sich, dass Franziskus für einen Moment während der Messe das Jesuskind in seinen Armen sah, als ob es wahrhaftig anwesend sein würde, so wie es auch einige Zeugen gesehen haben. Franz von Assisi starb zwei Jahre später, ohne dass diese Feier jemals wiederholt wurde. Nach Franz' Beispiel machten die Franziskanermönche die Tradition der Krippe bekannt. Deswegen ist Franz von Assisi seit 1986 universeller Patron der Krippe. Die Episode von Greccio wurde auch in einem Fresko von Giotto dargestellt. Das Fresko ist ein Teil des grossen Zyklus über den heiligen Franz in der Basilika von Assisi (PG). Nach Giottos Beispiel wählten viele Maler die Krippenszene zum Thema ihrer Werke.


L'iconografia del presepio

Va sottolineato che l'ambientazione del presepio, com'è stata presentata nei secoli e come è giunta sino a noi, derivò dai vangeli apocrifi perché nei vangeli ufficiali non erano citati particolari dettagli. La presenza del bue e dell'asino, ad esempio, ebbe origine dal cosiddetto protovangelo di Giacomo. Anche il numero dei Magi fu piuttosto controverso. Fu definitivamente stabilito in tre, come i doni da loro offerti, da un decreto papale di Leone I Magno (papa dal 440 al 461, fu colui che a Peschiera incontrò e fermò Attila, il re degli Unni, intenzionato a conquistare e saccheggiare Roma), mentre prima di allora oscillava fra due e dodici.
Una delle più significative rappresentazioni, forse addirittur?????ia la più antica d'Italia, si deve ad Arnolfo di Cambio che nel 1289 realizzò le figure da mettere accanto alle reliquie della culla di Gesù in Santa Maria Maggiore a Roma.
Presepi primordiali sono segnalati nel 1324 nella cappella di casa Alagni ad Amalfi (SA) e nel 1370 nella dimora del nobile Vermerio di Limburgo, nei Paesi Bassi; probabilmente piccoli santuari eretti per custodire qualche immagine della Natività.
L'iconografia del presepio ebbe un impulso nel Quattrocento grazie ad alcuni grandi maestri della pittura: il Botticelli nell'Adorazione dei Magi (Firenze, Galleria degli Uffizi) raffigurò personaggi della famiglia Medici. Nel Quattrocento anche Luca e Andrea Della Robbia si cimentarono con le loro terrecotte in scene della Natività: per tutte valga quella del convento della Verna (AR). Un'altra terracotta robbiana, con sfondo affrescato da Benozzo Gozzoli, si trova nel duomo di Volterra (PI) e rappresenta i pastori e il corteo dei Magi.
Ben presto questo tipo di simbolismo fu ampiamente recepito a tutti i livelli, soprattutto all'interno delle famiglie, per le quali la rappresentazione della nascita di Gesù, con le statuine ed elementi tratti dall'ambiente naturale, diventò un rito irrinunciabile. Il presepio si affermò in tutto il mondo cristiano, soprattutto in Italia (in Toscana, a Napoli, in Sicilia e nel nord grazie ai Sacri Monti), tanto da assumere ben presto la connotazione di un'arte "minore".


I Sacri Monti

Nel 1482 il milanese padre Bernardino Caimi rientrò in patria dopo un lungo soggiorno in Palestina dov'era stato custode dei luoghi santi. Gli affidarono la comunità di Varallo Sesia (VC). Bernardino aveva però un sogno: riprodurre attorno ad una statua della Madonna che aveva portato dalla Terra Santa i luoghi più significativi della vita di Gesù. ?????i Nacque così il Sacro Monte di Varallo. Gaudenzio Ferrari ebbe il compito di realizzare in terracotta le statue per le scene, tra cui anche quella della Nascita.
Come a Varallo, anche a Varese fu realizzato un Sacro Monte. L'idea fu del frate cappuccino Gian Battista Aguggiari di Monza, che dal suo convento di Casbeno saliva due volte la settimana al convento delle suore presso la chiesa di Santa Maria del Monte per le mansioni del suo ministero. I lavori, iniziati nel dicembre 1604 sotto la direzione di Giuseppe Bernascone, detto il Mancino, furono completati solo nel 1680. La terza delle quindici cappelle del rosario fu dedicata al presepio. Le statue di questa cappella sono attribuite a Martino Retti di Viganello.
Per rimanere in Lombardia è da ricordare il presepio intagliato nel legno, datato 1480, opera di Giovanni De Lupis, custodito nella parrocchiale di Rivolta d'Adda (BG). Di poco successiva è la composizione lignea datata 1490, che si trova nella basilica di San Lorenzo a Mortara (PV), attribuita a Lorenzo di Mortara.
A Milano nella chiesa di San Marco è visibile il presepio settecentesco di Francesco Landonio con figure realizzate, anziché in legno o in terracotta, con cartone da dipingere e da ritagliare.
Il Concilio di Trento, conclusosi nel 1563, stabilì norme precise sul culto dei santi e delle reliquie, favorendo così la diffusione del presepio quale espressione della religiosità popolare.


Die neapolitanische Weihnachtskrippe

Unter den verschiedenen Weihnachtstraditionen, der sich wohl die italienischen Regionen rühmen dürfen, soll man sich bei der neapolitanischen Tradition aufhalten, die in die Weihnachtskrippe – sowie in die lokale Kultur - die brisante Phantasie des parthenopeischen Volkes besonders glänzend versetzt hat.
1507 behaute Pietro Belverte 28 Krippenfiguren für die Mönche von San Domenico Maggiore. Zum ersten Mal wurde die Krippe in einer Grube mit Steinen – wahrscheinlich aus Palästina – aufgebaut, und dazu wurde auch eine Taverne hingefügt.
Das 16. Jh. registrierte einige Neuigkeiten: Domenico Impicciati gilt als erster, der zum privaten Zweck Figuren aus Terrakotta formte. Eine zweite Neuigkeit bestand in einer Figur, die den Auftraggeber, den adeligen Matteo Mastrogiudice aus dem aragonischen Hof, darstellte.
1534 kam Gaetano da Thiene (Venedig) in Neapel. Er hatte schon die Krippe in Santa Maria Maggiore in Rom tief bewundert und gepriesen. Die Kapazität und Meisterschaft Gaetanos trugen dabei, die Weihnachtskrippe in Neapel weiterhin noch populärer und bekannter zu machen. Sehr hoch geschätzt wurde zum Beispiel seine Installation im „Ospedale degli Incurabili“.
Die barocke Krippe schreibt man den skolopischen Priestern in den 20er Jahren der 1700 zu. Die Figurchen wurden durch Holzgliederpuppen mit Kleidung ersetzt - oder nur mit bunten Stoffen bekleidet. Die ersten Exemplare waren menschengroß und nur allmählich wurde ihre Grosse bis zu 70 cm reduziert. Die berühmteste Krippe wurde von den Skolopen für die neapolitanische Herzogin geschöpft. Jedes Jahr wurde die Krippe von der skolopischen Kirche zu Weihnachten auf- und ausgebaut: das war schon etwas Neues, denn bisher blieben Krippen einfach fest und waren das ganze Jahr durch zu sehen.
Dank Michele Perrone (1640) bewahrten die Puppen nur Kopf und Gelenke aus Holz; der Rest, die Basis, bestand aus einem umflochten Eisendraht, dank der die Figuren plastischere Positionen annehmen konnten.
Gegen Ende des 17. Jhs übernahm die neapolitanische Krippe eine gewisse Theatralik sowie die Tendenz, das Heilige mit dem Profanen zu mischen, um den Alltag in den Strassen, Plätze, in den „vie“ und „vicoli“ (kleine Buden) darzustellen. Daher tauchten in der Krippe Figuren wie Zwerge, Frauen mit dem Kropf, Schlampen, Schankwirte, Wirte, Schuhmacher auf: jene einfache Leute, die Demütigen und die Verlassenen, unter denen Jesus geboren war.
Noch bedeutend war die Benutzung von Resten griechischer und romanischer Tempeln, was den Triumph des auf den Ruinen des Heidentums aufgebauten Christentums unterstreichen sollte.
Im 18.Jh. erlebte die neapolitanische Krippe ihre goldene Zeit, ging aus den Kirchen aus, wo sie das Objekt der religiösen Ergebenheit war, um in die Paläste der Adel einzugehen. Adlige und Bürgerliche wetteiferten darin, köstliche und wertvolle Szenen und Buhnenbilder einrichten zu lassen.
Giuseppe Sanmartino, vielleicht der wichtigste neapolitanischer Bildhauer im 18. Jh. - der außerdem ganz geschickt war, Figuren aus Terrakotta zu modellieren - gründete eine Schule für Krippenkünstler. Das Ergebnis solcher Schulkunst waren eben jene Figurchen, die wir jedes Jahr benutzen, um die statische Szene der Krippe zu beleben. Diese Statik ruft noch einmal das Evangelium Jacobs hervor, wo es geschrieben ist, im Moment der Geburt Christi fälle die Welt in Ruhe und Still.
Man sagt, die Krippenschöpfung gehöre zu den niederen Künsten, aber zahlreiche Künstler (Figurinenzeichner, Schneider, Keramiker, Goldschmiede) die unbekannt und von der offiziellen Kritik nicht geschätzt worden sind, bildeten ja eine wahre Schule. Jene Künstler ließen Spuren in der Toponomastik in Neapel (z.B. Bude der Figurinenzeichner); die ärmeren wurden „Forcellisti“ benannt, nach dem Namen von Forcella, dem volkstümlichen Stadtteil, wo sie ihre Kunst ausübten.
Noch heute mischt die neapolitanische Krippe die Figuren der Heiligen Nacht mit denen aus anderen Geschichten oder aus der Aktualität: die Krippe gilt immer noch als ein Spiegel der Welt.


Das Dreikönigsfest

Neben dem Weihnachtskrippenspiel, interessierte sich der Volksbrauch auch für das Dreikönigsfest
Bei der Volkstradition wurde das Fest als die prächtige Erinnerung der Kindesverehrung der Drei Koenige anerkannt, die bei ihrer Reise zum Kinde durch das Stern begleitet wurden.
Nach der christlichen Tradition kämen die Könige aus Osten. Wie schon geschrieben wurde Ihre Zahl vom Papst Leone I Magno festgestellt; die Namen Kaspar, Melkior und Balthazar sollen auf das IX Jahrhundert zurückgehen.
Die Legende erzählt, im Jahr 313 habe die Heilige Helene, Mutter des Kaisers Konstantin, die Leichen der Könige gefunden und dem Bischof von Mailand Eustorgio anvertraut.
Der Umzug der wertvollen Reliquien sei mit einem durch einige Ochsen und einen Wolf getragenen Wagen vollzogen worden. Nach vielen Jahren und verschiedenen Wechselfällen kamen die Leichen in Mailand in der Kirche von Heiligem Eustorgio an und da ruhten sie 8 Jahrhunderte lang.
Als Friedrich Rotbart 1162 in Italien ankam, befiehl er seinem Kanzler, dem Erzbischof Von Reinald Dassel, diese Reliquien ins Kriegsraub einzuschließen. Die Leichen der biblischen Reisenden wurden dann seither in Deutschland, in Köln, aufbewahrt.
1903 kam ein Stuck der Reliquien in die Hauptstadt der Lombardei zurück; das wurde dank den freundlichen Verhältnissen zwischen dem Mailänder Erzbischof Kardinal Ferrari und dem Kölnischen Kardinal Fischer möglich.
Eine andere Legende aus der Stadt Varese, erzählt, im Laufen des Umzuges der Reliquien nach Deutschland, seien sie durch die Stadt Busto Arsizio, durch die Burg Savigo, durchgefahren. Hier widmeten ihnen die Stadtbewohner ein Tor, das aber im 1880 niedergeschlagen wurde.
Noch heute werden diese Vorgänge mit einem Fest gepriesen und ein Freudenfeuer wird in der Burg Savigo angemacht. Am Tag danach findet dann eine Kostüm-Parade zur Erinnerung der Königsreise nach Betlehm und die Leichenverlegung nach Köln statt.
Die Verehrung der Drei Koeigen in der Orschaft von Busto Arsizio ist mit dem Stadtleben eng verbunden. 1407 wollte der Feldherr Ottobone III die Stadt Busto Arsizio erwerben. Nach der Angewohnheit jenes Zeitalters, sprachen die Stadtkonsule und Einwohner so ein Verprechen aus, sie wuerden das Königsfest besonders prächtig feiern, wenn die Drei Könige die Stadt vor dieser Gefahr schützen würden. Der Überfall wurde plötzlich aufgehoben, da der Feldherr – ohne einen klaren Grund - seine Truppen weg schickte.
Im Februar 1408 wurde Busto Arsizio durch eine neue Gefahr bedroht: Facino Cane, ein Feldherr,unter der Familie Visconti, glaubte, er könne die die Stadt Busto Arsizio erwerben und daher die ganze Gegend von Seprio beherrschen Nach der Legende seien die Drei Königen bei Facino Cane bedrohend erschienen, hätten ihn zum Rücktritt gezwungen und die Stadt vor dessen Überfall und Plünderung erspart.


Die weihnachtskrippe in der kunst

Schon an den Anfängen des Christentums versuchte man, einem weiterem Publikum Episoden des Lebens Christi verständlich und umgänglich zu machen, und zu diesem Zweck wurden meinst die Malerei und die Fresken als treffende Darstellungsmittel gebraucht. Eine der meist gebrauchten Episoden war die Anbetung der Heiligen drei Könige.
1525 fing Bernardino Luini einen Zyklus Fresken mit einer Anbetung der drei Könige in einer Bergenlandschaft bei der Wallfahrtkirche von der Beata Vergine dei Miracoli in Saronno an zu malen, und dann führte er auch noch eine weitere Anbetung der drei Koenigen und der Schäfern im Dom von Como durch.
Beide Werke gehörten zur Türflügeln der Kirche von Sant'Abbondio, eben im Como Dom, die Bernardino Luini 1514 schon geschafft hatte.
Man muss aber auch die Fresken in Santa Maria Foris Portas in Castelseprio in Betracht nehmen. Die dargestellten Episoden stammen aus dem 9 Jh. und wurden durch den apokryphen Evangelien (Protoevangelium von Jakob und Evangelium pseudo- Matthias) inspiriert. In Maria Foris Portas kann man auch eine Anbetung vom 15. Jh. bewundern. Das Fresko wurde 1934 von der Kirche weggenommen und seitdem wird es in der Kirche von San Martino in Carnago bewahrt.
Eine Christi Geburt und eine Anbetung der drei heiligen Könige mit exotischen Tieren - von Giovan Paolo Lomazzo - befinden sich in der Kirche Santa Maria la Nova in Caronno Pertusella.
Noch weitere Fresken mit der Drei Könige Anbetung sind in Santa Maria di Piazza in Busto Arsizio (von Giovan Battista della Ceva, ungefaehr vom Jahr 1542) und in der Kirche Santa Croce in Gazzada zu finden. Die letzte stammt aber aus dem Oratorium von San Bernardino. DAs Werk wurde am Anfang des 16. Jhs von Francesco De Tatti durchgefuehrt.
Noch zu erwähnen ist ein Fresko einer Anbetung in der Kirche San Giacomo in Gerenzano, das ein mailändischer Maler um die 20er Jahre des 16 Jhs. gemalt hatte. In der selben Kirche ist eine Marias Verkündigung, die wegen ihrer Position auf den Knien, ihrer Hände, der Neigung des Kopfes und der Details ihres Haars, die Madonna zwischen den Heiligen Sebastian und Rocco in der Kirche San Michele in Venegono Inferiore stark hervorruft (Wand rechts).
Das Luenettenbild über dem Eintrittsportal in San Michele schildert eine Drei Könige Anbetung, die wahrscheinlich von einem unbedeutenden Autoren gemalt worden war; es ist aber doch für die Leute in Venegono besonders bei dem Dreikönigsfest sehr bedeutend.


Erfahren Sie mehr

Um weitere Informationen über die Herkunft der Weihnachtskrippe und über die verschiedenen regionalen Traditionen der italienischen und europäischen Krippenspiele zu bekommen, können Sie einen Abschnitt der Dissertation Il turismo religioso minore: i presepi a Venegono (1960-2000), von E. Bartolomei, hier lesen und downloaden.
Durch diese Schrift von Elisa Bartolomei, die bei der Unviersitaet Università Cattolica del Sacro Cuore di Milano letzten Februar 2009 diskustiert worden ist, wird dem Live-Krippenspiel in Venegono Inferiore einen kulturellen Wert offiziell verliehen.
Die Dissertation analysiert die Geschichte der Krippe von den Anfängen bis zum heutigen Tag mit detaillierten Referenzen in Italien und in Europa. Das Interesse konzentriert natürlich auf die Krippe in Venegono Superiore (VA) von den Comboniani und auf das Live-Krippenspiel in Venegono Inferiore (VA).
Die Einleitung stellt das Thema der wissenschaftlichen Arbeit klar und fest dar: Dieses Phänomen kann als ein spezifischer Ausdruck des religiösen Tourismus angesehen werden, der von der klassischen Auffassung - d.h. Besuch von Kirchen, Klöstern, Kapellen, heiligen Orten im Laufen des Jahres - Distanz nimmt. Denn es geht hier um eine zeitbedingte Erscheinung, da die Krippe zu Weihnachten zu sehen ist, und um die Darstellung des Geistes von Weihnachten, der sich eigentlich entzwei spaltet: einer theatralischer, d.h. dem Live-Krippenspiel in Venegono Inferiore; und einer anderen in Venegono Superiore, die durch ausgesuchte Themen die Besucher anspornt, über die Welt und ihre Geschehnisse zu überlegen.


Die vielen Krippen, die zu sehen sind

Wie schon gesehen, die schon über hundert Jahre alte Krippentradition wird bei dem landläufigen Volksbrauch sorgfältig aufbewahrt. Viele sind die Initiativen zur Erinnerung der Geburt Christi und unter denen, mehrere sind in unserer Gegend zu besuchen.
Ein der größten Krippen-Museen befindet sich in der Lombardei, in Brembo di Dalmine (BG), und wurde von Don Giacomo Piazzoli gegründet.
Unter den vielen Assoziationen der Krippenbewunderer ist die in Groppello d'Adda (Brescia) zu erwähnen. In Piemont muss man auch die Krippendauerausstellung bei dem Dom in Oropa (Biella) sehen.
In Albusciago di Sumirago hat der damalige Pfarrer Adelio Pedeli 81964-1967) ein Krippenmuseum gegründet, mit über 300 Exemplaren aus der ganzen Welt. In unserer Gegend ist auch die Krippe bei den Missionari Comboniani in Venegono Superiore seit 50 Jahren berühmt. Bei ihren Krippen werden meist soziale Probleme, insbesondere bei der Dritten Welt, dargestellt.
Sehenswürdig ist auch die Krippe in Laveno: 43 Steinfiguren aus Vicenza werden auf die Unterseite des Lago Maggiore von Tauchern gelegt und besonders berührend ist die Positionierung der Statue des Kindes zu Weihnachten.
Seit 1979 wird in Vinago di Mornago noch eine andere „Live-Darstellung“ organisiert, wobei eine Gruppe von 120 bis 500 Einwohnern ihre Bilder und Zeichnungen zum Thema Weihnachten ausstellen.
Auch in Bedero Valtravaglia findet ein Live-Krippenspiel statt, das die Schönheit der Gegend und Natur ausnutzt
In Bedero wie in Vinago unterstreichen die Auseinandersetzung und Hingabe der Beteiligten die tiefe Bedeutung der Krippe: nicht ganz eine üppige Vorstellung, sondern die Nachricht, dass Jesus unter uns als Mensch gekommen ist.


Die Krippe unseres Gedächtnisses

Die Geschichte der Krippe wurde nicht nur von berühmten Artisten geschrieben, und besteht nicht nur aus grossen Ereignissen. Es gibt eine Geschichte, die aus simplen und bescheidenen Episoden besteht... Es handelt sich um die Krippe, die jeder von uns pflegt.
Einige von uns, vor allem die Alten, erinnern sich noch daran, als wir in den Wäldern wanderten, um das weichste Moos zu suchen, den Stein am ähnlichsten dem Berg zu finden, oder den krümmsten Baumstumpf zu nehmen, damit wir beziehungsweise die Wiesen, das Schloss vom König Herodes oder die Hütte vom Christkind machen konnten.
Neben der Suche des natürlichen Materials für die Krippe ist die Vielfalt von gewandten Lösungen und fantasievollen Techniken zur Darstellung der heiligen Geburt: Höhle und Gebirge aus Gips, Sägemehl für den Wüstsand, Alu-Folie für Flüsse und Seen.
Jahr nach Jahr bereichert sich die hausgemachte Krippe um farbige Lichter und kleine Geräte, die die kleinen Krippenfiguren und die Räder der Mühlen bewegen; ausserdem werden die Flüsse und Wasserfälle wahr, indem das Wasser durch kleine Pumpen geleitet wird.
Noch heute werden die Leute, die am meisten zur Tradition gebunden sind, ihre Krippe ausschliesslich mit Statuen aus Gips oder Pappmaché ausstatten, wobei sie sagen, die Plastik-Statuen seien weniger ausdrucksvoll. Man kauft oder baut Häuschen oder Strukturen und Komplemente (Brücken, Brunnen, Feuer usw.) aus natürlichen Materialien wie Kork, Rinden oder gewundene Zweige...
Wir alle denken mit Nostalgie an mindestens eine der Krippen, die wir als Kind gebaut haben, und es ist vielleicht aus dieser Leidenschaft, die eine Gruppe von Freiwilligen vor 30 Jahren das Abenteuer begonnen hat, das wir in den nächsten Seiten erzählen wollen.


Bibliographie

BONDIOLI, Pio, Storia di Busto Arsizio, Varese, La Tipografica Varese, 1987.
CAPOZZI, M. D., Il Cardinale Andrea C. Ferrari Arcivescovo di Milano, Milano, Istituto di Propaganda Libraria, 1954.
COTTINI, Paolo, Di Festa in Festa. Sagre e tradizioni popolari nel Varesotto, Varese, Lativa, 1991.
GARGANO, Pietro, Il Presepio. Otto secoli di storia, arte, tradizione, Milano, Fenice 2000, 1995.
GREGORI, Mina, Pittura a Como e nel Canton Ticino dal Mille al Settecento, Milano, Cariplo Cassa di Risparmio delle Provincie Lombarde S.p.A., 1994.
GREGORI, Mina, Pittura tra Ticino e Olona. Varese e la Lombardia nord-occidentale, Milano, Cariplo Cassa di Risparmio delle Provincie Lombarde S.p.A., 1992.

 

 

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